Die Geschichte

Von 1928 bis heute. Der SV Aasen, ein Verein der lebt.

 

Vorbemerkung:  Eine ausführliche Chronik über die Vereinsjahre 1928 bis 2003 schrieb Roland Maier zum 75-jährigen Jubiläum. Die 82 Seiten enthalten viele Bilder und amüsante Geschichten des SV Aasens. Einige Restexemplar sind noch vorhanden.

 

Die Gründung und Wiedergründung

Der damalige Pfarrer in Aasen Konrad Kaltenbach war Gaupräses im DJK-Gau Schwarzwald. Durch seinen Einfluss war ihm eine Vereinsgründung ohne die sonst notwendigen Auflagen möglich. Nach zuvor wildem Spielbetrieb gründete er unseren Verein als DJK Aasen. Die politische Lage spaltete den Verein in zwei Lager. Im Sommer 1934 wurden alle Organisationen aufgelöst. Es war zu gefährlich, verbotenerweise aktiv Sport in einem Verein zu betreiben.

Nach dem Krieg lockerten die französischen Besatzer das Sportverbot  Bei Wiedergründungen sollten jedoch keine traditionellen Vereinsnamen verwendet werden. 1948 gründete sich der Südbadische Fußballverband, der den Spielbetrieb fortan regelte. Im Gasthof Ochsen trafen sich auf Initiative von Arthur Schwarber ca. 40 Personen, die alle Interesse am Fußballspielen hatten. Somit konnten gleich wieder zwei aktive Mannschaften gemeldet werden. 

Das Geld für Bälle, Spielkleidung, Auswärtsfahrten, Schiedsrichter fehlte und der Verein musste durch allerlei Aktivitäten  (z.B. Theateraufführungen, Gartenfeste, Tanzveranstaltungen , Hammellauf, Rasierklingenverkauf) tätig werden, dass überhaupt gespielt werden konnte.  Auch das Privatvermögen  des langjährigen Vorstandes Johann Hepting half dabei. 

1953: Gründung einer A-Jugend

1954: Nach Spielabbruch gegen Pfohren, lange Platzsperre

1955: Auswärtige Spieler helfen gegen Fahrtkostenersatz oder Mithilfe beim Hausbau aus

1956: Merkwürdiger Spielplan: Einen Monat nur Heimspiele und ein Monat nur Auswärtsspiele

1957: Verlegung des Sportplatzes an den heutigen Standort

1958: Fünf Frauen wurden als Mitglieder aufgenommen

1959: Umstellung des Streuens von Hand mit Sägemehl in Streukarren und Kalk

1960: Erstmals blieb man straffrei, während man zuvor viel Ärger mit dem Verband und dem schlechten Image der überharten Aasener Spieler hatte

1961: Bau einer Flutlichtanlage. Bauern mähten den Sportplatz, zweimal Spielausfall weil das Gras zu hoch war.

1962: 1. Meisterschaft in der B-Klasse, der Aufstieg in die A-Klasse wurde in den  Relegationsspielen nicht geschafft

1963: Beginn Bau eines Vereinsheimes, unterbrochen wegen finanziellen Problemen

1964: Wie im Vorjahr Vizemeister, Torschützenkönig war jahrelang Manfred Hall (59 Tore). Beginn der Freundschaft mit dem FC Männedorf Schweiz

1965: Wieder Meister und wieder in den Relegationsspielen gescheitert

1966: Meister ohne Aufstieg, Einweihung des Vereinsheimes

1967: Zwangsabstieg wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls wurde nur mit einer hohen Strafzahlung (zusätzliche Altmaterial-Sammlung) verhindert. Erstmals durfte man einen Spieler auswechseln

1968: Meisterschaft  B-Klasse, Schwarzwaldmeister und Aufstieg in die A-Klasse (jetzt Bezirksliga) mit Trainer Jakob Schindler (Schwenningen). Anmeldung einer zweiten Jugendmannschaft (C-Jugend). Wolfgang Romer übernimmt als 1.Vorstand. Beim 40-jährigen Jubiläum spielt die SABA-Prominentenelf mit Weltmeister Fritz Walter und Georg Thoma gegen den SV Donaueschingen (1:0)

1969: Verlegung Vereinslokal von Gasthof Ochsen in Gasthof Burg. Spielbetrieb auf einem Ausweichplatz über dem Dorfgraben

1970: Die A- und C-Jugend wurden Vizemeister

1971: Erstes Grümpelturnier. Eine Damenmannschaft spielt zwei Jahre lang Freundschaftsspiele

1972: 3.Platz in der A-Klasse, Ruf nach Hartplatz wird laut.

1973: Abstieg aus der A-Klasse. Neue Einnahmequelle Donaueschinger Herbstfest

1974: Dieter Coslowsyki wird 1. Vorstand. Vizemeister in der B-Klasse

1975: Meister und Schwarzwaldmeister B-Klasse. Das Clubheim wird erweitert

1976: Abstieg aus der A-Klasse. Einweihung des jetzigen Clubheimes

1977: Erstmals konnten wir drei Jugendmannschaften anmelden. Die AH-Mannschaft gewinnt erstmals und wie später noch oft das Stadtteilturnier

1978: 50-jähriges Jubiläum ein voller Erfolg (z.B. 54 hl Bier, 11 Zentner Pommes, 108 Kuchen). Eine Frauengymnastikgruppe  etabliert sich. Erste Trikotsponsoren auf der Sportkleidung (Firma Gloner und Huber Auto-Colortechnik)

1979: Ein Vereinsausflug wurde erstmals per Flugzeug nach Budapest ausgeführt

1980: Umbau des Rasenplatzes in einen Hartplatz. Tanzveranstaltungen in Donauhalle bringen viel Geld ein

1981: Einweihung des Hartplatzes durch OB Dr. Everke. Finanzierung u.a. durch Bausteineaktion

1982: Erstmalige Teilnahme am Aasener Dorffest. Trainingsbesuch bei der B-Jugend bei 98%

1983: Abstieg in die unterste Spielklasse. Erstmals nahm eine Jugendmannschaft bei Hallenmeisterschaften teil

1984: Meisterschaft der Reservemannschaft. Bau eines Kinderspielplatzes. Vorstandswechsel zu Hans-Peter Rolle

1985: Erster gedruckter Jahresrückblick. Die B-Jugend wurde Staffel- und Schwarzwaldmeister mit Alfred Häßler (Klengen) und stieg in die Bezirksstaffel auf. Erstmals Trainingslager für Aktive und Jugend sowie erstmals Damenturnier beim boomenden Grümpelturnier

1986: Vorletzter Platz in der untersten Liga. So schlecht stand die 1. Mannschaft noch nie. Im Freizeitbereich wurde Skigymnastik angeboten

1987: Erste Skifreizeit organisiert von Martin und Christa Gilli. Lauftreffangebot mit Roland Maier. Einführung Silversterpaschen

1988: Trotz 103:18 Toren blieb nur die Vizemeisterschaft hinter FKB Villingen. Das Silvesterpaschen wurde im Radio übertragen. 60-jähriges Jubiläum mit großem finanziellen Erfolg mit der Tanzkapelle Popcorn (1.800 Besuchern, Umsatz 80.000,- DM)

1989: Meisterschaft und Aufstieg in die Kreisliga A mit Trainer Alfred Häßler. Durch die neu gebaute Bürgerhalle wurde ein Freizeitbereich angegliedert mit Frauen-, Männer- Kinder- Kleinkinderturnen. Anstieg der Mitgliederzahl von 287 auf 451. Im Jugendbereich erste SG mit Öfingen und Oberbaldingen 

1990: Neu im Angebot Volleyball und Tischtennis. Rekordteilnahme beim Grümpelturnier mit 88 Mannschaften

1991: Die 2. Mannschaft wurde mit 5 Punkten Vorsprung vor der DJK Donaueschingen Staffelsieger. Sportliche Begegnungen mit Birkwitz aus Sachsen. Die AH-Sportgruppe startete zur 25. Vatertagswanderung. Die AH-Mannschaft übernimmt den Schupfnudelwagen beim Herbstfest

1992: Die 2.Mannschaft wurde erneut Meister vor der DJK Donaueschingen. Mit Heike Schätzle als Schriftführerin wurde erstmals eine Frau in der engeren Vorstandschaft gewählt. Angliederung einer Tennisabteilung wurde abgelehnt

1993: Aufstieg in die Bezirksliga als Meister mit Spielertrainer Roland Held. Aufstieg der 2. Mannschaft in die Kreisliga A. Teilnahme am Südbadischen Verbandspokal mit 1:0 Sieg (Michael Schwab) vor 600 Zuschauer gegen den drei Klassen höher spielenden FC 08 Villingen. Im Vereinsheim wurde dreimal eingebrochen. Erstmalige Beteiligung beim Drachenfest Donaueschingen

1994: Einbau einer Beregnungsanlage. Boom bei der F-Jugend unter Trainer Arnold Rothweiler, so dass zwei Mannschaften gemeldet wurden. B-Junioren wurden Staffelmeister und nahm mit Trainer Franz Schwab an einem internationalen Turnier in Riccione teil

1995: Meister in der Bezirksliga mit Spielertrainer Roland Held und Aufstieg in die Landesliga. Michael Schwab wurde in der Liga Torschützenkönig (21). 101 Trainingseinheiten wurden abgehalten. Gründung einer AFW (Aasener Fußballwerbegemeinschaft) die für die Bandenwerbung auf dem Hartplatz und das neue Stadionheft zuständig ist. Roland Maier wird erster Stadionsprecher. Beginn der Erweiterung des Vereinsheimes unter Hans-Peter Rolle

1996: Jürgen Hall übernimmt Vorstand interimsmäßig. Einweihung des neuen Vereinsheimes. Erstmalige Durchführung eines Jugendturniers. Sommerfestepoche mit großem Festzelt geht zu Ende. Erstmals werden nur noch Pluspunkte gut geschrieben, wobei ein Sieg nun mit drei Punkten bewertet wird. 

1997: Als Drittletzter Abstieg aus der Landesliga. Neuer Vorstand Werner Märkle, der für Baumaßnahmen eine Bausteineaktion generierte und dabei über 100.000 DM einnahm, die später wieder zurückgezahlt wurden.. Optimal medizinische Versorgung der Spieler durch Beate Stolz, Claudia und Ingrid Krüger sowie Arzt Franz von Grafenstein

1998: Hans-Peter Rolle wird Ehrenvorstand. Die A- und E-Jugend wurden Meister. Die A-Jugend stieg in die Bezirksstaffel auf. Die D- und F-Jugend werden Vizemeister. 

1999: Letzte Teilnahme des Sportvereins am gemeinsamen Fastnachtsball. Martin Hembach organisierte das erste Beachvolleyballturnier 

2000: Überraschend schafften wir vor 880 Zuschauer in der Relegation gegen den SV Worblingen durch zwei Tore von Stefan Maus mit einem  2:1 Sieg (nach 1:1 im Hegau) den Wiederaufstieg in die Landesliga

2001: Mit 210 Zuschauern zweitbeste Zuschauerresonanz in der Landesliga (Platz 8) Beginn Baumaßnahme zweiter Rasenplatz. Die AH-Führung wechselte von Jürgen Stegk zu Gerhard Stolz.

2002: Landesliga Platz 7 mit fünf verschiedenen Torhütern (Beger, Heizmann, Erndle, Franki, Renz). Einzug in die 3. Runde im Südbadischen Fußballpokal. Erstmals Internetauftritt des SV Aasen. Gründung einer Badmintongruppe. In allen sechs Altersklassen starten Jugendmannschaften dank Jugendleiter Franz Schwab unter dem SV Aasen.

2003: Abstieg aus der Landesliga als Vorletzter. Meisterschaft der Reserve. Der 2. Rasenplatz ist bespielbar, dank Eigenleistung durch 8.000 ehrenamtliche Stunden. Finanzierung durch eine gut laufende Spendenaktion. Die A-Jugend stieg wieder in der Bezirksliga auf. Das 75-jährige Jubiläum wurde in der Bürgerhalle und dann nochmals 4 Tage gebührend gefeiert. Der Verein zählt 720 Mitglieder

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© SV Aasen 1928 e.V., Anger 21, 78166 DS-Aasen (Schriftführer-Adresse), Clubheim: 0771/7952.